Bekämpfender Holzschutz


Der bekämpfende Holzschutz ist in der DIN 68800 - Teil 4 geregelt. Dieser Teil der DIN ist anzuwenden bei einem Befall durch Holz zerstörende Pilze und Insekten bei tragenden und nicht tragenden Teilen aus Holz oder Holzwerkstoffen. Die Anwendung auf andere Bereiche wie Möbel, Kunstgegenstände, Einbauten wird empfohlen. Bei einem Befall durch den Echten Hausschwamm sind zudem Maßnahmen zur Behandlung des Mauerwerks festgeschrieben.


In entsprechenden WTA-Merkblättern der Wissenschaftlich-Technischen Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V. sind zum einen Verfahren aufgeführt, die den anerkannte Regeln der Technik entsprechen, als auch Sonderfahren. Ein Abweichen von anerkannten Regeln der Technik, wie es häufig gerade in der Denkmalpflege unumgänglich ist, ist mit einem höheren Risiko verbunden, dass Sanierungsziele nicht oder nur teilweise erfüllt werden.


Es gibt Regelsanierungen für die Bekämpfung:

  • aktiven Insektenbefalls
  • Holz zerstörender Pilze


Man unterscheidet beim bekämpfenden Holzschutz:

  • thermische Verfahren
  • chemische Verfahren


Grundsätzlich sollte versucht werden, auf chemische Verfahren nach Möglichkeit zu verzichten und thermische Verfahren zu präferieren.
 

Chemische Holzschutzmittel sind nur für die gewerbliche Verwendung zugelassen und dürfen nur von Fachleuten verarbeitet werden, die im Holzschutz erfahren sind - auch wenn man einige Mittel in jedem Baumarkt kaufen kann. Beim falschen Einsatz drohen Folgeschäden für die Gesundheit sowie die behandelten Bauteile selbst.


Ein Befall durch Holz zerstörende Insekten oder Pilze stellt einen Schaden dar, der üblicherweise zu einem merkantilen Minderwert führt und beispielsweise bei der Veräußerung einer Immobilie anzugeben ist - auch wenn der Schaden fachgerecht und erfolgreich beseitigt wurde.

Aktiver Insektenbefall | thermische Bekämpfung | Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier Aktiver Insektenbefall | thermische Bekämpfung

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Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier Bekämpfung eines aktiven Insekten- sowie Pilzbefalls | "Gesundschnitt" befallener Hölzer und Einbau neuer Hölzer mit chemischem Holzschutz

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Urlaubssouvenir mit aktivem Insektenbefall | Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - TrierFoto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier Urlaubssouvenir mit aktivem Insektenbefall

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Aus der Praxis:

Durch Hausbock vollkommen zerstörte tragende Hölzer | "sinnfreie" Sanierung  | angebrachte Verstärkungsmaßnahmen sind unwirksam | Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier Durch Hausbock vollkommen zerstörte tragende Hölzer | "sinnfreie" Sanierung | angebrachte Verstärkungsmaßnahmen sind unwirksam

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Aktiver Hausbockbefall in Türrahmen | "originelles", aber unwirksames Sanierungskonzept auf der Grundlage von Montageschaum | Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier Aktiver Hausbockbefall in Türrahmen | ein "originelles", aber unwirksames Sanierungskonzept auf der Grundlage von Montageschaum

Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier

Sanierung eines Fäulnisschadens an einer Eingangstür | Einsatz von Silikon - leider kein empfehlenswertes Konzept | Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier Sanierung eines Fäulnisschadens an einer Eingangstür | Einsatz von Silikon - leider kein empfehlenswertes Konzept

Fotos: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier

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