PAK (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe)

Allgemeines:

PAK oder PAH zählen zu den organischen Schadstoffen. Sie bilden eine Stoffgruppe mit hunderten von Einzelverbindungen, von denen 16 Verbindungen mit unterschiedlichen chemischen Strukturen als repräsentativ für eine Bewertung herangezogen werden. Als Leitsubstanz für die Bewertung und Einstufung wird in der Regel die Einzelsubstanz Benz(a)pyren (=Bap) verwendet.

In der Natur fndet man PAK vor allem in fossilen Brennstoffen. PAK fallen bei einer Verbrennung mit Sauerstoffmangel sowie bei der Pyrolyse (thermo-chemische Spaltung organischer Verbindungen) an. Auch im Tabakrauch sind PAK vorhanden.

 

Stoffliche Eigenschaften:

  • schwarz bzw. dunkel
  • fest bei Raumtemperatur
  • binden sich stark an Ruß-, Boden- und Staubpartikel
  • schlecht in Wasser löslich
  • gut in Fetten und Ölen löslich

 

Einsatzbereiche:

  • Teer
  • Bitumen
  • Pech
  • Gussasphalt
  • (Parkett-)klebstoffe
  • Abdichtungsstoffe
  • Isolierstoffe
  • Korrosionsanstriche
  • Holzschutzmittel
  • Trennlagen
  • Weichmacher in Kautschuk
  • Tätowierfarbe

 

Gefährdung und Toxizität:

  • krebserzeugend (cancerogen)
  • erbgutverändernd (mutagen)
  • immunsystemschädigend (immuntoxisch)
  • akut und chronisch toxisch
  • Beeinträchtigung der Fortpflanzungfähigkeit

 

 

mögliche Gesundheitliche Wirkungen:

  • Hautentzündungen, Hautschäden, Hautreizend
  • Atembeschwerden, Atemwegsreizungen
  • Augenreizungen
  • Leberschäden
  • Nierenschäden
  • Blutbildveränderungen
  • Störung des zentralen Nervensystems
  • Kopfschmerzen
  • Erbrechen
  • Fieber
  • Nierenreizung
  • Ohrensausen, Schwindel

 

Vorsorgliche Handlungsempfehlungen:

Besteht der Verdacht, dass in Aufenthalträumen PAK-haltige Baustoffe wie Parkettkleber eingesetzt worden sind, sollten entsprechende Proben möglichst ohne Staubentwicklung entnommen und durch ein akkreditiertes Labor analysiert werden. Grundsätzlich sollte Hauptkontakt mit PAK-haltigen Produkten vermieden werden.

Grundsätzlich sollten die Räume, falls sie weiterhin genutzt werden, bis zur Durchführung weiterer Maßnahmen wie Probennahme, Durchführung expositionsmindernder Maßnahmen sowie Sanierungsarbeiten, ausreichend gelüftet und regelmäßig feucht gereinigt werden.

Grundsätzlich sollten derartige Arbeiten nur durch Fachfirmen auf dem Gebiet der Altlastensanierung (Sachkunde gemäß BGR 128) durchgeführt werden.

 

Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier PAK unter Parkettboden, Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier

Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier

PAK-haltige Dachabdichtung, Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier PAK-haltige Dachabdichtung

Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier

PAK-haltige Dachpappe und krebserzeugende KMF im Dachraum, Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier PAK-haltige Dachpappe und krebserzeugende KMF im Dachraum

Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier

PAK-haltige Pappe um Heizungsleitungen, Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier PAK-haltige Pappe um Heizungsleitungen

Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier

PAK-haltiges Holzschutzmittel, Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier PAK-haltiges Holzschutzmittel

Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier

PAK-haltiges Holzschutzmittel, Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier PAK-haltiges Holzschutzmittel

Foto: © Ingenieurbüro Pia Haun - Trier

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